1. 185-Fahrgeschäfte Martinimarkt Parchim
    Kultur & Tourismus
    Parchimer Martinimarkt

    Der Parchimer Martinimarkt gehört zu den größten Jahrmärkten in Mecklenburg und lockt jährlich tausende Besucher aus nah und fern in die Stadt. Mit einem attraktiven Mix aus Action, Spaß, Unterhaltung und Kulinarischem macht der Martinimarkt jedes Jahr im November seinem guten Ruf alle Ehre und endet nach 4 Tagen Spektakel mit einem farbenfrohen Höhenfeuerwerk.

Parchimer Martinimarkt

183-Eröffnung Martinimarkt 2015 durch Bürgermeister Dirk Flörke
© Stadt Parchim

Heute hat sich der Parchimer Martinimarkt zu einer der größten Attraktionen seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und verfügt über eine regionale Ausstrahlung weit über die Stadt und den Landkreis hinaus. Er findet jedes Jahr im November statt, wird durch die Stadtverwaltung ohne Gewinnabsicht organisiert und hat die alleinige Zulassungsberechtigung für die Veranstaltung.

 

Jährlich gehen über 400 Schaustellerbewerbungen aus ganz Deutschland und Holland ein, wobei ein gewähltes Komitee über die Vergabe von ca. 80 Plätzen entscheidet. Dabei setzt die Stadt auf einen attraktiven Mix aus Action, Spaß, Unterhaltung und Kulinarischem. Im Ergebnis entsteht jährlich ein Vergnügungsangebot von diversen High-Tech-Fahrgeschäften bis hin zu traditionellen Jahrmarktständen, was letztendlich auch die besondere Jahrmarktatmosphäre ausmacht.

Geschichte Parchims Märkte

191-Martinimarkt alt Parchim
© Willi Voß

Parchim ist seit Urzeiten der zentrale Marktplatz der Region. Seit dem Jahr 1370 handelten Händler auf Märkten in Parchim. Ende des 16. Jahrhunderts fand bereits 2-mal jährlich ein Markttreiben in Form von Warenmärkten verbunden mit Viehverkäufen  in der Altstadt statt.

 

Die Besonderheit des Martinimarktes besteht in der überregionalen Handelstätigkeit gepaart mit der sogenannten „Terminzeit“, zu der nach Abschluss der jährlichen Feldarbeiten Jahresverträge, Zinsen oder Fälligkeiten terminiert waren. Verbrauchte Geräte konnten auf dem Markt ersetzt und Wintervorräte angelegt werden.

 

Das die Märkte sich zu Volksfesten mauserten, belegt eine Schulordnung der Großen Stadtschule von 1741. So wurden in der Ferienordnung extra freie Tage für den Martinimarkt festgesetzt, denn zum reinen Warenge- schäft kamen nach und nach Schaubuden, Schießstände und Attraktionen wie „Franziska die Büßerin“ in Begleitung von Drehorgelmusik.

 

Einmalig ist in Parchim die Kontinuität des Martinimarktes, über den gesamten Zeitraum und verschiedene politische Systeme hindurch, die nur durch Seuchen, Kriege oder Naturkatastrophen unterbrochen werden konnte. Die Ausstrahlung über Mecklenburg-Vorpommern hinaus bis Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg ist über Jahrhunderte belegt.

 

Einen Aufschwung bekam der Martinimarkt nach dem ersten Weltkrieg. So wurde er in den 20iger Jahren zu einem beliebten Volksfest. Schon von weitem wurde man in der Langen Straße/Ecke Bleicherstraße mit Leierkastenmusik begrüßt und ab hier begannen in Richtung Mönchhof die Schaubuden. In einem sogenannten Hippodrom konnte man seine Reitkünste unter Beweis stellen. Auf dem Neuen Markt standen Karussells und Luftschaukeln und in der Nähe der Marienkirche das spaßige Teufelsrad.

 

In den 30iger Jahren zog anstelle von Menschenkraft und Pferdestärken nun auch die Technik ein, mit der Avus-Bahn (Autoscooter) und dem Wiener Sportrad (Riesenrad). Lautsprecher schallten anstatt der Drehorgel.

Kontakt

Stadt Parchim

Blutstraße 5 | 19370 Parchim | Tel.: 03871 71311 | Fax: 03871 71313

E-Mail: fb8@parchim.de

151-Riesenrad Martinimarkt Parchim
© Wolfgang Saß

184-Fahrgeschäft Martinimarkt Parchim
© Stadt Parchim

187-Fahrgeschäft Martinimarkt Parchim
© Stadt Parchim

186-Altes Karussell Martinimarkt Parchim
© Maik Wesenberg