1. 160-Sehenswertes in Parchim
    Kultur & Tourismus
    Sehenswertes in Parchim

    Die Wälder auf dem Sonnenberg haben besonders gute Wachstumsbedingungen. Hier stehen auch Mecklenburgs höchsten Douglasien mit bis zu 54,5 Metern Höhe. Das Gebiet war und ist nicht nur günstig für den Baumbestand, sondern in einer Höhle verbarg sich der Sage nach ein echter Räuberhauptmann, nämlich "Räuber Vieting".

  2. 166-Zinnhaus Parchim
    Kultur & Tourismus
    Zinnhaus Parchim

    Das Zinnhaus in Parchim zählt zu den kulturhistorisch bedeutendsten Bürgerhäusern Parchims. Der zweitälteste erhaltene Profanbau der Stadt diente als Zinngießerei und als Haus des Stadtwachtmeisters. Sehenswert sind neben dem farbig gestalteten Hausgiebel das Windenrad im Dachstuhl, die Eichenbalken- decken und das große Gewölbe mit wasserführendem Schacht. Im Gebäude befinden sich eine Galerie, ein Restaurant und das Zinnmuseum.

  3. 167-Museum Stadt Parchim
    Kultur & Tourismus
    Museum Parchim

    Zum Museum der Stadt Parchim gehört die in der Langen Straße Nr. 28 untergebrachte Moltke-Gedächtnisstätte, das Haus in dem Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke am 26.10.1800 geboren wurde. In einem Gedächtniszimmer seines Geburtshauses erhält der Besucher einen Einblick in das Leben und Werk der für die deutsche Militärgeschichte bedeutenden Persönlichkeit.

  4. 168-Rathaus Stadt Parchim
    Kultur & Tourismus
    Parchimer Rathaus

    Das Parchimer Rathaus, inmitten des Zentrums der Stadt gelegen, ist in der Substanz ein gotischer Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Das Rathaus erfuhr in den Jahren 1993 - 1997 eine umfassende Sanierung und wurde zu einem besonderen Schmuckstück der historischen Altstadt. Die Entstehung des Parchimer Rathauses ist eng mit der Geschichte Parchims verbunden.

  5. 168a-Stadthaus Stadt Parchim Beleuchtung LUDA 2015
    Kultur & Tourismus
    LUDA Parchim

    Jedes Jahr im Dezember findet in Parchim die Licht- und Dekorationsausstellung LUDA statt und das mit steigenden Besucherzahlen. Verweilen, Staunen, Träumen - und die Gäste mitnehmen auf eine Reise fernab des grauen Alltags. Platz schaffen für Fantasie, Musik, Kreativität und Kunst abseits des normalen Weges. Das Beleuchterteam verwandelt Parchims Innenstadt in einen atmosphärischen Lichtergarten voller traumhafter Inszenierungen.

  6. 168b-LUDA 2015 Hafenterrassen Parchim
    Kultur & Tourismus
    LUDA - Das Besondere

    Die Veranstalter der LUDA nehmen für das Lichtspektakel keinen Eintritt. Stattdessen wählen Sie jedes Jahr ein Projekt in der Region aus, für das sie einen Teil des Erlöses spenden. Auch die Besucher werden gebeten sich mit Spenden zu beteiligen. EINE TOLLE AKTION!

  7. 168c-Schlittschuhbahn und LUDA 2015 Parchim
    Kultur & Tourismus
    Mitten in der Stadt

    Schlittschuhfahren mitten auf dem Schuhmarkt: Schon vor nunmehr 12 Jahren hatten Geschäftsleute die Idee einer mobilen Eisbahn in Parchim. Inzwischen gehört die Eisbahn wie auch das Stadtfest oder der Martinimarkt zu einer festen Institution, an der sich jedes Jahr eine Vielzahl an Schlittschuhfreunden aller Altersgruppen erfreut. Diesen Freizeitspaß ermöglichen die Stadtwerke Parchim und viele viele Unternehmen der Region. DANKE!

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Parchim erleben

169-Alte Stadtmauer Parchim
© Stadt Parchim

Durch den kulturhistorischen Stadtkern gepaart mit vielen kulturhistorisch wertvollen Sehenswürdigkeiten ist Parchim eine Stadt mit besonderem Flair.

 

Vorbei an den Wallanlagen der Stadt, die ursprünglich im 14. Jahrhundert zum Schutz der Stadtmauer angelegt wurden und die zum Teil heute noch in Abschnitten erhalten ist, an sehenswerten Fachwerkhäusern des 16. und 17. Jahrhunderts, die einen Großteil des Gebietes innerhalb der Altstadt einnehmen, nähert man sich dem Zentrum der Stadt, in dem mächtige gotische und

 

spätgotische Gebäude sowie schöne Plätze das Bild bestimmen.

 

Der Schuhmarkt, ein bedeutender Platz für viele Veranstaltungen in der Stadt Parchim, trennt räumlich das Gebäude des ehemaligen kaiserlichen Postamtes mit dem Rathaus und der St. Georgenkirche. Das Rathaus ist ein ursprünglich gotischer Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. 1818 erfolgte der Umbau durch den Hofbaumeister Barca. Von 1667 bis 1708 und 1818 bis 1840 war das Gebäude Sitz des höchsten mecklenburgischen Gerichts. Seit 1840 ist das Rathaus Sitz der Verwaltung und wurde zwischen 1993 und 1998 komplett saniert.

 

Direkt gegenüber dem Rathaus befindet sich die mächtige St. Georgenkirche. Als noch ein Beispiel historischer Baukunst möchten wir die St. Marienkirche nennen. In dieser Kirche wurde der Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke getauft. In unmittelbarer Nachbarschaft steht das liebevoll restaurierte Zinnhaus.

 

Die Stadt Parchim ist Mitglied der Europäischen Route der Backsteingotik - einem Verein mit 38 Mitgliedern aus 3 Ländern.

 

Insgesamt eine schöne historische Altstadt mit atemberaubender Historik, die in den vergangenen 15 Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erfahren hat.

Rathausgeschichte

192-Rathaus Parchim alt
© Stadt Parchim

Bald nach der Stadtwerdung (urkundlich erwähnt 1225/26) baute Parchim am Markt sein Stadthaus und auch die um 1246 enststandene selbstständige Neustadt Parchim besaß ihr eigenes Rathaus.

Nach der Vereinigung beider Stadtteile 1282 fanden die Zusammenkünfte der Ratsmänner im Rathaus der Altstadt statt.

 

In der Ratshalle fanden Beratungen des Rates und der Bürgerschaft, aber auch die Sitzungen des Hochgerichtes und Festlichkeiten (wie z.B. Hochzeiten) satt. Eine Schreibstube und weitere kleine Räume wurden erst nach und nach eingebaut. Das Parchimer Rathaus besaß auch einen Weinkeller. Nach 1370 hatten Wandschneider im Rathaus ihre Verkaufsstände. 1481 wurde das Rathaus zum Sitz der städtischen Finanzverwaltung bestimmt.

 

Von 1667 bis 1708 war im Rathaus das Oberste Landesgericht, das Mecklenburgische Land- und Hofgericht, untergebracht. Doch hatte die Stadtverwaltung ihren Sitz vornehmlich in der 1669 neu erbauten Ratsbude.

 

Im Jahre 1808 erwiesen sich die Ziergiebel auf der Nordseite des Bauwerkes als so baufällig, dass sie abgebrochen werden mussten. Nachdem das Rathaus von 1817 bis 1820 unter der Bauleitung des Ludwigsluster Hof- und Landbaumeisters Barca um und ausgebaut worden war, diente es ab Herbst 1818 der Unterbringung des Oberappellationsgerichts für Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Bei dem Umbau griff Barca rücksichtslos in den mittelalterlichen Bestand ein. Am 01.10.1840 wurde das Mecklenburgische Oberappellationsgericht von Parchim nach Rostock verlegt. Seitdem wurde das Rathaus wieder Sitz der Verwaltung und ist es noch heute. Zwischen 1993 und 1998 wurde das Rathaus komplett saniert. 

Parchimer Skulpturen

172a-Skulptur vor dem Stadthaus Parchim
© Bernd Kowalski

Die Geschichte der Skulpturen und Denkmäler in Parchim ist spannend, bunt und auch ein wenig traurig. Schon 1876 wurde zu Ehren des Parchimer Sohnes und Generalfeldmarschalls Moltke ein bronzenes, 2,7 Meter hohes Standbild errichtet.

 

Die dafür erforderlichen 60.000 Reichsmark wurden durch weltweite Spendenaufrufe finanziert. Es ist das älteste Moltkedenkmal Deutschland und blieb, über alle politischen und weltanschaulichen Veränderungen hinweg, bis heute unverändert erhalten.

Es folgen diverse Kriegsdenkmäler, Mahnmale gegen Krieg, Faschismus und Terror.

 

In der jüngeren Vergangenheit werden die Skulpturen positiver: Das „Weib auf Stierkopf“ im Brunnen auf dem Parchimer Schuhmarkt gibt Raum für Interpretationen und erhitzte damit 2001 die Parchimer Gemüter. Aus Anlass der Bundesgartenschau in Schwerin (2009) wurden auf Initiative von Prof. Wolfgang Vogt vom Skulpturenpark Pampin ein Dutzend Skulpturen im Stadtbild positioniert. Viele davon sind heute noch zu finden.

Bildende Kunst

172c-Parchimer Künstler Volker Timm
© Volker Timm

Parchim und Malerei gehören zusammen. Im Museum der Stadt gibt es Bilder mit ausführlicher Auskunft über die künstlerischen Söhne Parchim aus früheren Zeiten. Bereits in Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik, gab es bis 1990 die „Volkskunstbewegung“.

 

Während heute unter Volkskunst die volkstümliche Kunst zu verstehen ist, die ohne Auto auskommt, verstand man in der DDR darunter das ernstzunehmende künstlerische Schaffen von Menschen ohne künstlerische Hochschulausbildung unter Anleitung der großen Profis.

 

Parchim hatte so alle zwei Jahre in der heutigen Stadthalle eine umfangreiche Kunstausstellung, bestückt von den (Laien-) Künstlern, die bereits eine Strecke ihres Entwicklungsweges zurückgelegt hatten. Nicht nur die Parchimer Ausstellungen waren sehr gut besucht: Während der späten Siebziger- und frühen Achtzigerjahre freute sich der Dresdner Kunstausstellung regelmäßig über vielmal so viele Besucher wie die Kasseler „Documenta“.

 

Dieses Schaffen von Bildnerischen Werken in Zirkeln, im eigenen kleinen Atelier oder auf dem Küchentisch war in Parchim besonders entwickelt, was vor allem einer Person zu verdanken war: dem Kunsterzieher der Erweiterten Oberschule Paul-Oskar Seese. „Oskar“ leitete mit Herzblut und Enthusiasmus zeitweise mehr als 10 solcher sog. Zirkel parallel.

 

Kontakte

Touristische Stadtinformation

Blutstraße 5 | 19370 Parchim | Tel.: 03871 71550 | Fax: 03871 71166

E-Mail: stadinformation@parchim.de

Öffnungszeiten

Montag - Freitag 
09:00 - 17:00 Uhr

Samstag
09:00 - 11:30 Uhr

Mecklenburgisches Landestheater Parchim

172-Bühnenstück-Michel in der Suppenschüssel-Mecklenburgisches Landestheater
© Silke Winkler

Das Parchimer Theater wurde in einer Zeit von Not und Entbehrung geboren. Im Sommer 1945 erschient folgender Aufruf: „Zur Veranstaltung von Bunten Abenden für die Bevölkerung werden Künstler, Musiker, Komiker, Tänzerinnen usw. gesucht.

Künstler, die sich befähigt glauben und sich zur Verfügung stellen wollen, bitte ich, sich sofort im Rathaus, Zi 1 zu melden.“

Damit war die BUNTE BÜHNE PARCHIM ins Leben gerufen. Für die bunten Programme und Aufführungen wurde das 1873 erbaute Hotel „Graf Moltke“ gemietet, das auch heute noch das Stammhaus ist. Es folgten diverse Namensänderungen. Seit 1990 trägt es nun den Namen: Mecklenburgisches Landestheater Parchim.

Im Lauf der Jahre legten hier viele spätere Stars den Grundstein ihrer Karriere, wie zum Beispiel Horst Krause, Walfriede Schmitt, Jule Böwe, Astrid Meyerfeld und viele mehr. Leander Haußmann, der bekannte Theatervirtuose, Regisseur und Schauspieler wurde 1988 nach Parchim strafversetzt: „Parchim war der Gulag, in den die Überflüssigen, die Abgeschriebenen, die Über- und Unterbegabten abgeschoben wurden“. Kurz danach musste er bei Nacht und Nebel verschwinden, weil er dem Lieblingslied des ehemaligen Oberhaupts der DDR Erich Honeckers das Publikum zum Lachen gebracht hatte. Dennoch betrachtet Haußmann rückblickend seine Zeit im „Sibirien der DDR-Landschaft“ als seine glücklichste Zeit.

Heute gastiert das Parchimer Theater in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Österreich, in der Mehrzahl mit Inszenierungen im Bereich Kinder- und Jugendtheater. Es ist das einzige Kinder- und Jugendtheater Mecklenburg-Vorpommerns.

Zum Mecklenburgischen Landestheater >>>

St. Georgenkirche Parchim

Sie entstand nach 1289 als gotischer Backsteinbau auf Feldsteinsockel. Vorher stand an gleicher Stelle eine spätromanische turm- und querschifflose Basilika.

Die Innenausstattung ist kunstgeschichtlich sehr bedeutend. Das trifft besonders auf den Altar von 1421, die Kanzel von 1580, eine Holzplastik des 15. Jahrhunderts und das Ratsgestühl aus dem 17. Jahrhundert zu. In dieser Kirche fand der Philosoph der Aufklärung, Johann Jakob Engel, seine letzte Ruhestätte. Der 48 Meter hohe Kirchturm kann bestiegen werden.

Offene Kirche - Kirchturmbesteigung und Besichtigungen

Mai - September:
Montag bis Freitag 10:00 - 16:00 Uhr und Samstag 10:00 - 12:00 Uhr

Juli und August:
Montag bis Freitag 10:00 - 17:00 Uhr und Samstag 10:00 - 12:00 Uhr

Weitere Informationen :
Pfarramt | Lindenstraße 1 | 19370 Parchim | Tel.: 03871 213423

St. Marienkirche Parchim

171-Uhrenwerk St. Marienkirche Parchim
© Wolfgang Saß

Sie ist ein sagenumwogener Back- steinbau auf Feldsteinsockel aus der Zeit des Übergangs von der Spätro- manik zur Frühgotik. Die Einweihung erfolgte 1278. Zu den wertvollsten Bestandteilen der Innenausstattung gehören die Tauffünte von 1365, der Altaraufsatz des 15. Jahrhunderts sowie Kanzel, Orgelempore und Orgelprospekt. Bemerkenswert sind weiterhin jüdische Grabsteine des 13./14. Jahrhunderts.

Im Jahre 1908 erfolgte eine Ausmalung der Chorwände durch den Parchimer Künstler W. Schomann.

Offene Kirche - Kirchturmbesteigung und Besichtigungen 

Juli - August:
Montag - Freitag 10:00 - 17:00 Uhr und Samstag 13:00 - 15:00 Uhr

172d-Parchimer Künstler Volker Timm
© Volker Timm