1. 192-Rathaus Parchim alt
    Kultur & Tourismus
    Stadtgeschichte

    Die Parchimer Stadtgeschichte blickt auf viele Jahrhunderte zurück.

  2. Mühle Parchim_alt
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    Stadtgeschichte

    Mühle in Parchim

  3. Lange Straße Parchim_alt
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    Stadtgeschichte

    Lange Straße in Parchim

  4. Elde Parchim_alt
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    Elde in Parchim

  5. Großer Stein Sonnenberg Parchim_alt
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    Großer Stein - Sonnenberg Parchim

  6. Blutstraße Parchim_alt
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    Blutstraße mit Blick zum Schuhmarkt in Parchim

  7. Brunnenbrücke_alt
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    Alte Brunnenbrücke in Parchim

  8. Giebelhaus_alt
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    Stadtgeschichte

    Ansicht des Giebelhauses Parchim

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Ein Blick in die Geschichte

193-Rathaus-Alter Markt Parchim alt
© Rainer Rollechek

Der Name Parchim erscheint zum ersten Male im Jahre 1170 in einer – inzwischen verschollenen – Urkunde, die Kaiser Friedrich I., Barbarossa, ausstellen ließ; hier wird die Burg Parchim an der Elde bei der Festlegung der Grenzen des Schweriner Bistums genannt. Aber drei Zeugen, die noch heute für jedermann sichtbar sind, durchdringen den Nebelschleier der Frühzeit des städtischen Werdens: Das ist zum Ersten die Ruine des Erdwalls der Burg aus der Slawenzeit, die in der Urkunde aufgeführt wurde; zum Zweiten sind es die Baureste einer wohl um 1200 errichteten Kirche, die noch im Mauerwerk der jetzigen St.-Georgen-Kirche zu erkennen sind; zum Dritten ist es eine überlieferte Urkunde aus den Jahren 1225/26, in welcher Stadt vom Landesfürsten umfangreiche Privilegien bestätigt wurden. Diese Urkunde enthält die Grundlagen des Parchimer Rechts, das auch anderen Städten verliehen wurde.

 

Die wohl seit dem Anfang des 13. Jahrhunderts allmählich gewachsene Altstadt von Parchim mit der St.-Georgen-Kirche liegt auf der rechten Seite des Verlaufs der Elde, und die um 1240 planmäßig „aus frischer Wurzel“ angelegte Neustadt mit der St.-Marien-Kirche entstand auf dem linken Eldeufer. Im Jahre 1282 vereinigten sich beide Städte, und die Elde fließt seit dieser Zeit mit zwei Flussarmen durch das gemeinsame Stadtgebiet. In den Jahrzehnten nach der Vereinigung schützten die Parchimer ihre Stadt durch den Bau einer hohen festen Backsteinmauer mit drei mächtigen Doppeltoren – dem Kreuz-, Wocker-, und Neuen Tor – und dort wo die Elde und der die südliche Neustadt umfließende Stadtgraben kein Wasserhindernis bilden, mit einer Wall-Graben-Anlage.

 

Parchim hatte eine günstige Lage, denn wichtige Wege, die Wasserstraße der Elde und die Landhandelsstraße, die aus dem Brandenburgischen an die Ostsee führte, kreuzten sich hier. Zur städtischen Feldmark gehörten von alters her umfangreiche Acker-, Wiesen- und Waldflächen. Dieser Reichtum an Grund und Boden bildete zusammen mit den Verkehrsverbindungen die Grundlage für das wirtschaftliche Wachsen Parchims. So entwickelte sich die Stadt in den ersten drei Jahrhunderten ihres Bestehens zur mächtigsten Landstadt in Mecklenburg.

 

Schon vor der Mitte des 13. Jahrhunderts erschienen in Parchimer Urkunden Ratsmänner als Partner bei Vertragsabschlüssen. Es bestand also eine geordnete „Stadtverwaltung“. Dieses beweisen aber auch die umfangreichen Baumaßnahmen, wie z.B. die Errichtung der Stadtbefestigung und der beiden großen Hallenkirchen, die in diesen Jahrzehnten durchgeführt wurden. Um diese Aufgaben zu verwirklichen, d.h. die Finanzierung zu sichern, die geeigneten Fachleute zu verpflichten und das erforderliche Baumaterial bereitzustellen, musste eine umsichtige Leitung mit entsprechendem Rückhalt in der Stadt vorhanden sein.

 

Im Zusammenhang mit der ersten großen Landteilung bestand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auch für etwa drei Jahrzehnte eine Herrschaft Parchim, die – grob umrissen – das Gebiet zwischen dem Schweriner und Plauer See und zwischen der Elde und der Warnow umfasste. Der Landesherr, Pribislaw II., residierte zeitweise in der Parchimer Burg. In Parchim befand sich auch noch später eine Zeit lang (bis 1346) der Wohnsitz des Fürsten einer Teilherrschaft Werle. Die Burg war aber wohl schon verfallen, denn das fürstliche Anwesen, der lange Hof, befand sich nun innerhalb der Stadtmauer.

 

Parchim nahm seit dem 14. Jahrhundert eine gehobene Stellung unter den Städten im Lande ein. Parchim war z.B. auch Mitträger von Bürgschaften bei Verträgen des Landesfürsten. Die Möglichkeiten Parchims zeigten sich auch in der landesfürstlichen Festlegung von 1354, die aussagte, dass die Stadt im Falle eines Landfriedensbruches 40 Männer ausrüsten musste; alle anderen Landesstädte hatten weniger Gewappnete zu stellen. Parchim war auch teilweise Wortführer bei Anliegen der Städte gegenüber der Landesherrschaft. Aus diesen Aufgaben entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die Stellung als Vorderstadt des Mecklenburgischen Kreises in der ständlichen Gliederung des Landes, die bis 1918 bestand. (Außerdem gab es noch den Wendischen und den Stargardischen Kreis.)

 

Den Höhepunkt der frühen Entwicklung erreichte Parchim mit dem Ausgang des Mittelalters. Man kann davon ausgehen, dass zu dieser Zeit hier 2500 bis 3000 Menschen lebten. Die durch die großen Entdeckungsreisen eingeleitete teilweise Veränderung des Fernhandels wirkte sich auf die Städte an der Ostsee, und damit auch auf Parchim, aus. So berichtet ein hiesiger Chronist über den Niedergang des Hopfenhandels mit „den großen See- und Handelsstädten Lübeck, Hamburg, Rostock und Stralsund“, wo dieses Erzeugnis „mit gutem Profit“ verkauft wurde.

 

Mit der Einteilung in Kaveln (nachgewiesen seit 1540) bestand in Parchim eine Zusammenfassung von Hausgrundstücken, wie es sie in keiner anderen mecklenburgischen Stadt gab. Die etwa 25 Kaveln waren die unterste städtische Verwaltungsebene; sie hatten wichtige Aufgaben wie z.B. die Wasserversorgung der Bewohner, das Feuerlöschwesen, die Nutzung der Feldmark oder die Einziehung von städtischen Abgaben zu lösen. Die Kaveln wurden von jährlich gewählten Kavelmeistern geleitet.

 

In den Jahren 1586 und 1612 vernichteten große Brände fast den gesamten Bestand an Wohnhäusern, deren Dächer zu dieser Zeit zuallermeist noch mit weichem Material, Stroh oder Schilf gedeckt waren. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde Parchim über fünfhundertdreißigmal von befreundeten oder feindlichen Truppen durchzogen oder besetzt, die alle Kontributionen und Verpflegung von der Stadt forderten und erpressten. Am Anfang dieser Heimsuchungen wütete hier auch noch eine Pestepidemie, die 1600 Menschenleben gefordert haben soll. Ein Chronist schrieb über die Zeit „Wunder, dass durch solche Fluten die Stadt nicht ganz in Grund gerissen wurde.“ Auch in den Jahrzehnten nach dem großen Krieg bis zur Jahrhundertwende und darüber hinaus, war Mecklenburg mehrfach Schauplatz kriegerischer Ereignisse. Die französische Besatzungszeit von 1806 – 1812/13 überstand die Stadt, nicht aber das Umland, verhältnismäßig gut. Durch Lieferungen an die Franzosen und später, während der Freiheitskriege, an die mecklenburgischen Truppen, machten einige Parchimer gute Geschäfte.

 

Das Gedankengut der Reformation wurde in Parchim schon um 1530 durch die Brüder Caspar und Johann Lönnies verbreitet; sie wirkten besonders in der Altstadt, die auf dem rechten Eldeufer liegt. Es gab einen jahrelangen Widerstand, besonders von Seiten der Kirchenherren der St.-Marien-Kirche in der Neustadt auf dem anderen Eldeufer. Auf dem Landtag, der 1549 an der Sagsdorfer Brücke bei Sternberg stattfand, beschlossen dann die Landstände die Einführung der Reformation in Mecklenburg.

 

Die Bevölkerung Parchims nahm dann seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis in unsere Jahrzehnte ständig zu; gegenwärtig leben hier etwa 21.000 Menschen. Diese Entwicklung erfolgte dadurch, dass für die Dauer von fast einem viertel Jahrhundert das oberste mecklenburgische Gericht hier tagte, dass seit der Mitte des Jahrhunderts Chaussee-, Eisenbahn-, Telegrafen- und Telefonverbindungen hergestellt wurden, dass die Stadt eine Garnison erhielt und Standort von Fabriken wurde.

 

Außer den großen Mühlen und der Tuchfabrik, die schon längere Zeit hier ansässig waren, entstanden besonders metallverarbeitende Betriebe; diese Betriebsart ist bis heute hier mehrfach vertreten. Da bis 1849 mit den Grundstücken in der Stadt gewisse Acker- und Wiesenflächen untrennbar verbunden waren, waren viele Parchimer, neben ihrem eigentlichen Beruf, früher auch noch landwirtschaftlich tätig. Dieses sicherte besonders in Notzeiten die Lebensbedingungen.

 

Eine Anzahl von Personen, die in jedem größeren Lexikon aufgeführt werden, sind mit Parchim verbunden. Hierzu gehören zum Beispiel als gebürtiger Parchimer der Philosoph und Schriftsteller Johann Jakob Engel (1741-1802), der preußische Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke (1800-1891) und der plattdeutsche Schriftsteller Rudolf Tarnow (1867-1933). Das Parchimer Gymnasium besuchten eine Zeit lang der plattdeutsche Schriftsteller Fritz Reuter (1810-1874), der Lyriker und Dramatiker Erich Mühsam (1878-1934) und der Erfinder des Echolotes Alexander Brehm (1880-1975).

 

Als nach 1863 an den Eingängen zur Stadt keine Akzise mehr auf eingeführte Waren erhoben wurde, konnte die Enge innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer überwunden werden und es entstanden in den folgenden Jahrzehnten die Vorstädte. Diese wurden nach dem jeweiligen der drei Stadttore benannt, vor denen sie erbaut wurden. In den Jahrzehnten nach 1920 und 1950 wurden an den Rändern der Stadt weitere Wohnanlagen errichtet; dieses gilt besonders auch für das nach 1967 entstandene Wohngebiet Weststadt.

 

Parchim wurde 1867 Standort des II. Großherzoglich Mecklenburgischen Dragonerregiments Nr. 18; dieser Truppenteil wurde 1919 aufgelöst. In den folgenden Jahren war Parchim Standort von Teilen des Reiterregiments Nr. 14. Auf einer Fläche westlich der Stadt wurde 1936 ein Militärflugplatz eingerichtet. Dieser Flugplatz wird gegenwärtig zu einem Regionalflugplatz ausgebaut.

 

Seit 1921 ist Parchim Sitz der Verwaltung eines Amtes. Für diese Behörde wurde 1933 die Bezeichnung Kreis eingeführt. Auch bei der Umgestaltung der Verwaltung 1952 und 1994 blieb jeweils ein Kreis Parchim bestehen, der aber nicht immer dasselbe Gebiet umfasste. Die Fläche des jetzigen Landkreises Parchim kommt dem Gebiet der mittelalterlichen Herrschaft Parchim im 13. Jahrhundert nahe.

 

Früher wie heute erkennt ein Besucher schon von Weitem die Horizontlinie Parchims mit den beiden wuchtigen roten Backsteintürmen, deren Satteldächer einmal längs und einmal quer zu den Dächern ihrer Kirchenschiffe verlaufen; es ist die Visitenkarte der Stadt. Die Atmosphäre in Parchim bestimmen dann weitgehend die beiden gotischen Hallenkirchen und das frei stehende Rathaus mit seiner erhaltenen mittelalterlichen Bausubstanz; die vielen stattlichen Gebäude aus verschiedenen Zeiten und Stilepochen, wozu auch die Fachwerkbauweise gehört; die Eldearme, die durch die Stadt fließen, und die Brücken darüber, der Moltkeplatz mit dem Denkmal und die Wallanlagen mit dem Alten Friedhof und seinen parkähnlichen Grünflächen im Stadtgebiet. Zum Parchimer Flair gehört auch die abwechslungsreiche Umgebung mit den ausgedehnten Laubwaldungen, die teilweise unmittelbar an den Stadtrand grenzen.  Verfasser: Otto Köhnke, Parchim

Rathausgeschichte

Rathauszeichnung
©

Das Rathaus ist in der Substanz ein gotischer Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Unter den Gebäuden der mittelalterlichen Stadt nahm das Rathaus Parchims als Sitz der städtischen Behörden und als Wahrzeichen städtischer Selbstständigkeit die erste Stelle ein. Bald nach der Stadtwerdung (urkundlich erwähnt 1225/26) baute Parchim am Markt sein Stadthaus und auch die um 1246 entstandene selbstständige Neustadt Parchim besaß ihr eigenes Rathaus.

Nach der Vereinigung beider Stadtteile 1282 fanden die Zusammenkünfte der Ratsmänner im Rathaus der Altstadt statt. Die Zeichnung von Gerhard Hoeppner von 1928 ist geeignet, einen Eindruck zu vermitteln, wie das Rathaus einst ausgesehen haben mag. Hier geht hervor, dass diese ältere Anlage zu einem wohlbekannten Typ mittelalterlicher Rathäuser gehört, der in Deutschland seit der Zeit 1200 zu finden ist.

Den repräsentativen Eingangsteil bildete der gesamte Nordostabschnitt des Gebäudes. Im Erdgeschoss war dieser Abschnitt ausgestaltet zu einer rechteckigen Laube. Betreten konnte man die Laube vom Alten Markt, vom Schuhmarkt und von der Straße Am Rathaus. Der Haupteingang befand sich innerhalb der Laube, die übrigens die Tagungsstätte des Niedergerichtes war. Der übrige Teil des Erdgeschosses enthielt einen einzigen Raum, der als Kaufhalle diente und in dem die Ratswagen standen. Das ganze Obergeschoss nahm anfänglich nur die Ratshalle ein. Dort fanden Beratungen des Rates und der Bürgerschaft, aber auch die Sitzung des Hochgerichtes und Festlichkeiten (wie z.B. Hochzeiten) statt. Eine Schreibstube und weitere kleinere Räume wurden erst nach und nach eingebaut.

Die Fenster oberhalb der Laube waren größer als die übrigen Fenster des Geschosses und des Erdgeschosses. Das Parchimer Rathaus besaß auch einen Weinkeller. Nach 1370 hatten die Wandschneider im Rathaus ihre Verkaufsstände. 1481 wurde das Rathaus zum Sitz der städtischen Finanzverwaltung bestimmt. Im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts waren einzelne Zweige der Stadtverwaltung in einem besonderen Gebäude ("Bude") untergebracht. Beim Stadtbrand 1612 wurde diese Ratsbude eingeäschert. Von 1667 bis 1708 war im Rathaus das Oberste Landesgericht, das Mecklenburgische Land- und Hofgericht, untergebracht. Auch der Rat nutzte mehrere Räume des Rathauses. Doch hatte die Stadtverwaltung ihren Sitz vornehmlich in der 1669 neu erbauten Rats-bude. Im Jahre 1808 erwiesen sich die Ziergiebel auf der Nordseite des Bauwerkes als so baufällig, dass sie abgebrochen werden mussten. Im Jahre 1813 wurde das Rathaus wiederum als Verpflegungsmagazin genutzt und zwar für Truppenteile der Verbündeten.

Nachdem das Rathaus von 1817 bis 1820 unter der Bauleitung des Ludwigsluster Hof- und Landbaumeisters Barca um und ausgebaut worden war, diente es ab Herbst 1818 der Unterbringung des Oberappellationsgerichts für Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Die Stadtverwaltung hatte nur wenige Zimmer des Gebäudes in Benutzung. Barca zeigte beim Umbau keine besondere Vorliebe für die Neugotik. Er hatte sich ihrer Form nur bedient, wenn es unbedingt notwendig erschien. Bei dem Umbau griff Barca rücksichtslos in den mittelalterlichen Bestand ein.

Die Laube, als solche verschwand. Ihr Raum wurde in das Erdgeschoss mit einbezogen. Der Haupteingang wurde an den Schuhmarkt verlegt. Hier wurde ein neues Portal durch den Einzug von vier verputzten Halbsäulen geschaffen. An die Stelle der gedrungenen Flachbogenfenster traten überall hohe Spitzbogenfenster. Zwischen Erd- und Obergeschoss wurde ein weiteres Geschoss eingezogen. In diesem Zusammenhang wurden die Fensterdurchbrüche im alten Erdgeschoss besonders stark erhöht, wobei die Spitzbogenoberteile die Räume des Zwischengeschosses erhellten. Dem Südgiebel nachgebildet wurde ein neuer Nordostgiebel gebaut, zu dessen Eingang eine Freitreppe führt. Das Satteldach wurde flacher gelegt.

Am 01.10.1840 wurde das Mecklenburgische Oberappellationsgericht von Parchim nach Rostock verlegt. Seitdem wurde das Rathaus wieder Sitz der Verwaltung und ist es noch heute.

Stadtchronik

Historische Ereignisse im Überblick

1170 Parchim (Burg Parchim) word erstmalig genannt
1225/26 Ersterwähnung der bestehenden Stadt Parchim
1238 - 1256 Regierung Pribislav von Parchim-Richenberg
1246 Auftreten der Franziskanermönche
1249 Entstehung der Neustadt Parchim
1267 Juden in Parchim erstmalig erwähnt
1278 Weihung der Marienkirche
1282 Vereinigung Alt- und Neustadt
nach 1289 Bau der Georgenkirche als gotischer Backsteinbau
um 1300 Errichtung der Stadtmauer 
1316 Parchim tritt als Sprecher auf dem Städtelandtag auf
1353 - 1366 Erwerb weiteren Landbesitzes
1377 Kauf der Fürstenburg durch die Stadt
1384 Parchim verpflichtete den Münzmeister Tile von Kampen
1410 Gründung einer Schützengilde
1481 Bürger verweigern ihre Steuerzahlung an die Stadt
1500 Einwohnerzahl: ca. 3.000
um 1530 Reformation in Parchim
1540 Generalsuperintendent „Riebling” lässt sich in Parchim nieder
1548 Joachim Loew arbeitet als erster Buchdrucker in der Stadt
1550 Franziskanermönche verlassen Parchim
1563 Hexenprozess
1564 Einrichtung der Großen Stadtschule (Lateinschule)
1583 Pest in Parchim
1586 Brand zerstört die halbe Altstadt von Parchim
1620 Einwohnerzahl: ca. 5.000
1621 Auflösung der Vogtei in Parchim
1626 Die Pest fordert erneut 1.600 Todesopfer
1648 Einwohnerzahl: ca. 1.300
1667 - 1708 Hof- und Landgericht erhält seinen Sitz in Parchim
1733 - 1788 Parchim ist unter preußischer Pfandbesetzung
1741 J. J. Engel in Parchim geboren (Aufklärer)
1789 Einwohnerzahl: ca. 4.000
1800 Helmuth von Moltke geboren (Feldmarschall)
1804 Entstehung der Zichorienfabrik (Kaffeezusatz)
1809 Gründungsjahr der Mühlenwerke
1813 Der Parchimer Landsturm wird gegen Napoleon geführt
1818 Die "Parchimsche Zeitung" wird zum ersten Mal gedruckt; Einwohnerzahl: ca. 4.500
1818 - 1840 Das Oberappellationsgericht hat seinen Sitz in Parchim
1819 Errichtung der Tuchfabrik
1820 Die Stadt baut ihren Galgen ab
1827 Parchim erhält das Friedrich-Franz-Gymnasium
1830 Einwohnerzahl: ca. 5.800
1832 Einführung einer demokratischeren Stadtverfassung
1838 Einrichtung einer Gewerbeschule, Parchim erhält eine neue Gesindeordnung
1841 Entstehung der Realschule und der Papiermühle, Bau der Ludwigsluster Chaussee
1845 Einweihung einer Kleinkinderbewahranstalt und Ersparnisanstalt
1847/48 wird ein Stadttor (Kreuztor) abgerissen
1848 Entstehung einer städtischen Volksschule
1850 Einwohnerzahl: ca. 6.270
1858 Gründung der Maschinenfabrik Bauer
1862 Telegrafenamt und Gasanstalt werden in Betrieb genommen
1863 Beginn Bebauung außerhalb der Stadtmauer
1867 Parchim erhält das Dragonerregiment Nr. 18
1873 entsteht das Mittelschulhaus
1874 Einweihung einer Backofenfabrik
1880 Parchim wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen
1889 Bau der Viktoriamühle
1890 Eröffnung eines größeren Gymnasialgebäudes (heute Goethe-Schule)
1892 Einweihung eines neuen Volksschulhauses (jetzige Fritz-Reuter-Schule)
1897 Fertigstellung eines neuen Spritzenhauses
1905 Villa Heucke wird zum Krankenhaus
1906 Entstehung Wasserwerk
1910 Einwohnerzahl: ca. 12.804
1914 Großes Kriegsgefangenenlager wird bei Parchim eingerichtet
1921 Parchim wird erstmalig mit elektrischem Strom versorgt
1925 Parchim wird Sitz eines eigenen Amtes (Kreis)
1936 Bau eines Flugplatzes und eines Landratsamtes
1937 22 jüdische Familien in Parchim, sie werden misshandelt, wandern aus oder werden deportiert.
1939 Einwohnerzahl: ca. 16.000
1945 Um den 3. Mai 1945 - Einzug der Roten Armee (bis 1993)
1946 Gründung eines Kulturbundes
1948 Tuchfabrik wird Volkseigentum
1955 Zusammenschluss von Tischlern zu einer Produktionsgenossenschaft
1958 Enstehung Volkseigenes Gut
1961 Bau eines Gasbetonwerkes
1963 Baubeginn der Weststadt
1968 Einweihung des Hydraulikwerkes
1971 Saint-Dizier wird Partnerstadt
1974 Einwohnerzahl: ca. 23.000; Neubau einer Poliklinik
1990 Neumünster wird Partnerstadt
1993 Einweihung des Gewerbegebietes
1994 Parchim ist Kreisstadt des neuen Landkreises
1995 825-Jahrfeier zur Ersterwähnung der "Burg Parchim"
1997 Fertigstellung der Rathaussanierung
2001 775 Jahre Stadt Parchim
2004 Stadt Peer in Belgien wird Partnerstadt
Stadt Rubene/Slate in Lettland wird Partnerstadt