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14.06.2019

Rentenversicherung berät nicht mehr

Information
© Pixabay

Stadt Parchim reagiert mit großem Unverständnis auf die Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung 


Parchim.
Im vergangenen Monat ist die Stadt Parchim durch die Deutsche Rentenversicherung dahingehend informiert worden, dass mit Datum 18. Juni 2019 der letzte Beratungstag der Deutschen Rentenversicherung hier in der Stadt Parchim erfolgen wird.

Die Deutsche Rentenversicherung hat sich aus personellen und organisatorischen Gründen entschieden, ein weiteres Beratungsangebot für die Stadt Parchim und die Region zukünftig nicht mehr vorzuhalten. Auch der Vorschlag der Stadt Parchim, wenigstens einen Beratungstag im Monat für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in Fragen der Rente in Parchim vorzuhalten, wurde durch die Deutsche Rentenversicherung abschlägig beschieden.

Informationen und Beratungen zu allen Fragen rund um die Rente können Bürgerinnen und Bürger jetzt nur noch und ausschließlich in den Beratungsstellen Ludwigslust und Schwerin erhalten. Diese Informationen wird die Stadt Parchim selbstverständlich allen Interessierten zur Verfügung stellen und auf entsprechende Anfragen reagieren.

Die Stadt Parchim bedauert diese Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung auf das Äußerste und brachte ihr großes Unverständnis über diese Entscheidung auch in den Gesprächen mit der Deutschen Rentenversicherung zum Ausdruck. Dies gerade vor dem Hintergrund, dass sich wichtige Institutionen in den vergangenen Jahren aus Parchim verabschiedet haben und ihre Angebote für den Landkreis Ludwigslust-Parchim nicht in der Kreisstadt, sondern andernorts vorhalten. Dies betrifft neben der Deutschen Rentenversicherung auch das Finanzamt, die Polizei oder auch das Amtsgericht.

Der Bürgermeister Dirk Flörke bringt es auf den Punkt:

„Es sind in der Vergangenheit schon wichtige Institutionen aus Parchim abgezogen worden, so auch die Rentenversicherung. Da hat man mit einem eingeschränkten Beratungsangebot in der Kreisstadt Parchim versucht, gegenzusteuern. Jetzt fällt auch dieses weg. Das kann man den Menschen nicht mehr vermitteln. Gerade vor dem Hintergrund, dass man in einem Flächenland auch die Verpflichtung hat, entsprechende Angebote in einem angemessenen Rahmen für die Bevölkerung vorzuhalten, ist dieser Schritt nicht zu verstehen. So wird sich der Eindruck nur verstärken, dass sich die Menschen abgehängt fühlen. Da sollte man sich die Verantwortlichen insgesamt schon fragen, ob dies so gewollt ist. Ich finde, diese Entscheidung geht an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen vorbei und kann es nur kritisieren.“